Unmöglich! Oder?

Minimalismus bedeutet für mich, meine Zeit zu nutzen um mein Leben nach eigenen Standards zu leben. Mich auf meine Leidenschaften und Ziele zu konzentrieren und so das vielleicht Unmögliche möglich zu machen.

Um eben dies zu erreichen, braucht es Mut, Zeit, Raum, vor allem aber auch Motivation. Denn ohne den Glauben, etwas zu schaffen, ist ein positives Ergebnis in meinen Augen purer Zufall und im Normalfall in weiter Ferne. Nur wer sich das Ziel vorstellen kann, das Ergebnis vor sich sieht und durch eben dieses angetrieben wird, hat eine Chance auf Erfolg.

Aber woher die Motivation nehmen, um das Unmögliche zu verwirklichen?

Vor etwa einem Monat war ich ein Wochenende in Köln. Dort besuchte ich eine Konferenz zu den Themen Persönlichkeitsentwicklung, Motivation und Zeitmanagement – und lernte interessante Leute mit inspirierenden Geschichten kennen. Eine ist mir besonders im Gedächtnis geblieben, da sie mir seither hilft, mir das Unmögliche vorzustellen – und es dann anzugehen.

Diese Geschichte möchte ich mit dir teilen.

Die Geschichte handelt von einem Vater und seinem Sohn, die beschließen zusammen Sport zu treiben.
Bis hierhin wahrscheinlich noch nichts außergewöhnliches. Vielleicht helfen aber einige Statistiken aus dem November 2009.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten Vater und Sohn gemeinsam an knapp 1000 Sportveranstaltungen teilgenommen. Darunter 6 Ironmans, 20 Duathlons, 66 Marathons und 229 Triathlons. Zwischendurch entschieden sich die Beiden dazu, im Jahr 1992 innerhalb von 45 Tagen eine Radtour von über 6000km quer durch ihr Heimatland, die USA, zu machen.

Beeindruckend? Vielleicht (für mich auf jeden Fall). Aber inspirierend? Noch nicht wirklich. Deshalb möchte ich dir etwas über den Hintergrund berichten.

Bei diesem Team aus Vater und Sohn handelt es sich um das Team Hoyte, bestehend aus Vater Dick und Sohn Rick. Rick wurde 1962 mit einer Infantilen Zerebralparese geboren (die Nabelschnur wickelte sich um seinen Hals und verhinderte so die Sauerstoff-Zufuhr des Gehirns), ist gelähmt und verfügt nur über primitivste Gehirnfähigkeiten.
Die Ärzte gaben ihm wenig Chancen überhaupt seine Kindheit zu überleben und selbst bis dahin Informationen überhaupt konstruktiv verarbeiten zu können.

Im Alter von 12 Jahren konnte jedoch seine Intelligenz nachgewiesen werden und er konnte durch einen speziellen Computer erstmals mit seiner Umwelt kommunizieren. So erfuhren etwa seine Eltern von seiner Sportbegeisterung. Und von seinem Wunsch, zu laufen.

Da dies für ihn jedoch nicht möglich war, wollte sein Vater ihm diesem Traum so nahe wie möglich bringen.
Und so begannen die Beiden zu trainieren.
Beim laufen schob Vater Dick seinen Sohn seither in einem speziellen Rollstuhl vor sich her.
Im Wasser zieht er ihn in einem Schlauboot hinterher.
Und beim Radfahren hilft ein spezieller „Beiwagen„.

Damit nicht genug. Trotz aller Umstände und neben all diesen sportlichen Erfolgen, ging Rick zur Schule. Er durchlief die High School, ging auf die Universität und schloss diese erfolgreich ab.
Heute nehmen die Beiden weiterhin gemeisam an Wettbewerben teil und sprechen auf verschiedenen Konferenzen.

Auf die Frage, was nach all diesen Erfolgen nun sein größter Wunsch sei, antwortete Sohn Rick folgendes:
„Das, was ich am liebsten täte, ist meinen Vater in den Stuhl zu setzen und ihn einmal zu schieben.“

 

Nun, Rick hat nicht wie durch ein Wunder wieder gelernt zu laufen. Er ist noch immer gelähmt, noch immer krank. Doch er hatte einen Traum. Einen Traum, der unmöglich schien. Diesen hat er verfolgt, gemeinsam mit seinem Vater, der alles für ihn gab. Die Beiden haben sich von nichts und niemandem abhalten lassen – sie hatten ein Traum, ein Ziel, und haben diesen ausgelebt.

Ich behaupte, dass er nicht näher an diesen Traum hätte heranreichen können.
Wir mögen nicht immer das Unglaubliche leisten oder das Unmögliche verwirklichen, aber wir können danach streben und uns verwirklichen – so oft und so gut es nur geht.

Und ich hoffe, dass auch dir diese Geschichte und das folgende Video mit Bildern und Videos der Beiden dabei hilft, das nächste Mal selbst ein unmögliches Projekt anzugehen, ein unmögliches Ziel anzustreben.
Egal worum es genau geht, lebe deinen Traum und verfolge deine Ziele!