Roger

Es regnet. Wie aus Eimern. Seit Tagen ist das Wetter relativ beschissen. Alles grau, trüb und irgendwie so gar nicht einladend. Vielleicht kam er mir gerade deshalb so eigenartig vor.

„Ich mag deinen Bart. Steht dir! Zu meiner Zeit wären dir die Frauen alleine dafür schon hinterhergelaufen. Wie ist das heute?“, sagt er und grinst. Ein Grinsen, passend zu strahlend blauem Himmel bei 30 Grad.

Eine ungewöhnliche Art Hallo zu sagen –  denke ich mir. Ein Kompliment nimmt man ja immer gern mit. Gerade an so einem Tag. „Danke“, sage ich und setzte mich zu ihm an die Haltestelle. „Roger“ weiterlesen

Das Minimalismus Manifest

Manifest (Das, lat.: manifestus, „handgreiflich gemacht“): Eine Erklärung von Zielen und Absichten.

Für mich ist es sehr wichtig, mir vor Augen zu halten, was wirklich zählt und entscheidend ist. Mir Absichten, Ideale und Ziele zu notieren, bedeutet, mich auf einen Weg in genau diese Richtung zu begeben. Es hilft mir, auf Kurs zu bleiben und diesen womöglich an einigen Stellen zu korrigieren.

Besonders in schweren Zeiten ist genau das eine Art Leuchtturm.
Und einen solchen können wir alle an den ein oder anderen Stellen gebrauchen – oder nicht?
Also lass dich wenn möglich inspirieren, lass dich motivieren und dann starte durch.

Wir haben ein Leben, einen Moment. Genießen wir ihn. Nutzen wir ihn. Jetzt. „Das Minimalismus Manifest“ weiterlesen

Die goldene Mitte

Gut, schlecht, fantastisch, enttäuschend, außergewöhnlich, miserabel.
Es scheint mir, als sei besonders das öffentliche Leben mittlerweile von Extremen durchtrieben.
Extreme erregen Aufmerksamkeit, sie fallen „aus der Reihe“. So auch zum Beispiel der Minimalismus.

In extremen Formen versuchen einige, mich zeitweise anfangs eingeschlossen, krampfhaft Dinge loszuwerden – mit der Hoffnung auf einen freien Kopf und ein bisschen mehr Leben. Der Ansatz, der Gedanke dahinter, ist in meinen Augen mehr als lobens- und bewundernswert. Der Gedanke nach Wachstum, Entwicklung, tiefgründiger Zufriedenheit und Glück.

Über die Ausführung war ich mir lange Zeit unklar.

Ich habe viele Leute kennengelernt, die extreme Situationen erlebt oder etwa extreme Lebensstil gelebt haben. Einige davon leben mittlerweile wie vor diesen Momenten, wie vor dieser Veränderung. Augenscheinlich das selbe Leben – doch ist es das wirklich? „Die goldene Mitte“ weiterlesen

Glücklich & zufrieden

Was ist Glück?
Was ist Zufriedenheit?
Wo finden wir es?
Und was stellt man damit an – wenn man es erst gefunden hat?

Ich suche letztlich fundamental nach zwei Dingen in meinem Leben: Zufriedenheit und Glück.
In meinen Augen sind das die Pfeiler, auf denen unser Denken als Mensch beruht. Wir streben nach diesen Werten, dieser Art Ideal – und doch scheint es mir, als ob wir manchmal vergessen, woran wir sie überhaupt erkennen oder wo wir sie finden. „Glücklich & zufrieden“ weiterlesen

Ich bin Maximalist!

Okay, es wird Zeit eine Sache endlich zu gestehen:
Ich bin kein Minimalist! Und war nie einer.

Zumindest nicht, wenn ich mein Leben nach den immer wiederkehrenden Maßstäben der Medien, der uninformierten Gegnern, über-kritischen Neu-Interessenten oder anderen „Experten“ beurteile.
Die anscheinend immer noch vorherrschende Definition zum Thema scheint in etwa so zu lauten:

Minimalismus bedeutet, so viele Dinge wie möglich loszuwerden, die übrig gebliebenen zu zählen und dann mit dieser Zahl hausieren zu gehen. Wer am wenigsten besitzt ist dann (Ober-)Minimalist.

Durch so etwas möchte ich mich nicht definieren.
Beim Minimalismus geht es um viel mehr, als es etwa im „Welt der Wunder“-Bericht dargestellt wird.
Es geht viel mehr um eine Philosophie dahinter – um mich abermals zu wiederholen.
Es geht um eine Lebenseinstellung.
Eine Lebens-Kunst.
Deshalb versuche ich es auf eine andere Weise zu erklären:

Ich bin Maximalist!

Mein Ziel ist das Maximieren meiner Lebensqualität. Das Maximieren des Genusses, den ich jeden Tag in mein Leben, in die kleinsten Dinge, bringen kann. Es geht um das Maximieren des Nutzens von Zeit, Raum und dem Leben an sich.

Darum geht es. Und eben nicht um das Wegwerfen von Dingen.
Ja, für mich persönlich und viele Andere war es der wichtige, vielleicht kritische erste Schritt, aber wozu denn? Der erste Schritt in welche Richtung?

Vielleicht eine aufgeräumte Wohnung, ein minimal-materielles Leben.
Aber das ist nicht das Ziel dahinter. Das „Problem“, das der Minimalismus angeht, liegt in den Auswirkungen der Dinge, der Ressourcen, die sie auf uns, die sie auf mich, haben.

Zugegeben: Natürlich bin ich in gewisser Weise „stolz“ darauf, mich von Dingen getrennt zu haben – ohne dabei irgendwelche „Schmerzen“ oder „Ängste“ zu spühren. Ja, es hat mir Freiheit, Zeit und Raum gegeben. Aber doch hauptsächlich psychisch. Es ist doch letztlich so:

Wenn dein Kopf voll ist, kann dir selbst die aufgeräumteste, minimalistischste Wohnung nicht weiterhelfen.

Denn dann geht es um deinen „Kern“. Dann geht es um die Motivation hinter deinem Handeln. Dann entscheidet sich, wohin du gehen möchtest, was du mit deinem Leben anstellen willst und wie du diese Dinge erreichen möchtest.

Deswegen: Hör auf dein Leben zu minimalisieren und suche danach erst einen Grund. Suche dir erst diesen Grund, dieses Ziel. Diese Motivation entscheidet darüber, wohin dein Weg geht. Sie hilft dir dort anzukommen, wo du hinmöchtest.

Wenn du dazu nichts aufräumen oder wegwerfen musst – umso besser!

Anstatt dir ein minimalistisches Ziel zu setzen – setze dir ein maximalistisches Ziel. Minimal-materialistisch – ja, aber niemals zum Schaden der Lebensqualität und des Erlebens. Definiere dich nicht durch deinen Besitz und vor allem auch nicht durch den Besitz, den du eben nicht brauchst! Definiere dich durch dein Selbst, deine Werte und Ideale.

Definiere dich durch deine Werte, deine Träume und deine Motivationen. Maximiere deine Lebensqualität, deinen Spaß.

Sei lieber ein Maximalist nach meiner Definition – als ein Minimalist im Sinne der vorherrschenden gesellschaftlichen Meinung.