Ideale – oder: der wichtigste Schlüssel zu deinem Selbst

Ich möchte gerne ein selbstbestimmtes, freies Leben führen. Selbst über meinen Weg bestimmen und eigenständig entscheiden. Das ist mein Ziel.

In meinen Augen sind auf dem Weg dorthin eigene Ideale und Standards von großer Bedeutung. Es sind meine Regeln, meine Richtlinien und Wegweiser. Sie geben dem Weg, den ich wähle, Form und Erscheinung.

Aber von welchen Idealen spreche ich?
Ich spreche von persönlichen Idealen – Standards, die Du für Dich setzt. Und eben nicht die Ideale, die von Gesellschaft, Medien oder anderen, äußeren Quellen an dich herangetragen werden.

Während eben diese Ideale in meinen Augen eher Druck aufbauen und dafür sorgen, dass sich die gesamte Gesellschaft in eine ähnliche Richtung entwickelt, sich immer ähnlicher wird – sorgen persönliche Ideale dafür, dass die Individualität erhalten bleibt und du der Mensch bist, der du sein möchtest. „Ideale – oder: der wichtigste Schlüssel zu deinem Selbst“ weiterlesen

Minimalistischer Lebensraum

Für mich geht es bei meinem Lebensstil, wie so oft schon gesagt, hauptsächlich um einen aufgeräumten Kopf. Um das bewusste, in vielen Teilen geordnete Leben – das auf meine Wünsche, Ziele und Träume ausgerichtet ist.

Aber natürlich spielt sich das Leben nicht nur im Inneren ab.
Oftmals verarbeitet das Innere das Äußere und spiegelt dieses dann wieder.
Wieso dann nicht auch umgekehrt – und wie sieht ein solcher Lebensraum dann aus? „Minimalistischer Lebensraum“ weiterlesen

Ich bin Maximalist!

Okay, es wird Zeit eine Sache endlich zu gestehen:
Ich bin kein Minimalist! Und war nie einer.

Zumindest nicht, wenn ich mein Leben nach den immer wiederkehrenden Maßstäben der Medien, der uninformierten Gegnern, über-kritischen Neu-Interessenten oder anderen „Experten“ beurteile.
Die anscheinend immer noch vorherrschende Definition zum Thema scheint in etwa so zu lauten:

Minimalismus bedeutet, so viele Dinge wie möglich loszuwerden, die übrig gebliebenen zu zählen und dann mit dieser Zahl hausieren zu gehen. Wer am wenigsten besitzt ist dann (Ober-)Minimalist.

Durch so etwas möchte ich mich nicht definieren.
Beim Minimalismus geht es um viel mehr, als es etwa im „Welt der Wunder“-Bericht dargestellt wird.
Es geht viel mehr um eine Philosophie dahinter – um mich abermals zu wiederholen.
Es geht um eine Lebenseinstellung.
Eine Lebens-Kunst.
Deshalb versuche ich es auf eine andere Weise zu erklären:

Ich bin Maximalist!

Mein Ziel ist das Maximieren meiner Lebensqualität. Das Maximieren des Genusses, den ich jeden Tag in mein Leben, in die kleinsten Dinge, bringen kann. Es geht um das Maximieren des Nutzens von Zeit, Raum und dem Leben an sich.

Darum geht es. Und eben nicht um das Wegwerfen von Dingen.
Ja, für mich persönlich und viele Andere war es der wichtige, vielleicht kritische erste Schritt, aber wozu denn? Der erste Schritt in welche Richtung?

Vielleicht eine aufgeräumte Wohnung, ein minimal-materielles Leben.
Aber das ist nicht das Ziel dahinter. Das „Problem“, das der Minimalismus angeht, liegt in den Auswirkungen der Dinge, der Ressourcen, die sie auf uns, die sie auf mich, haben.

Zugegeben: Natürlich bin ich in gewisser Weise „stolz“ darauf, mich von Dingen getrennt zu haben – ohne dabei irgendwelche „Schmerzen“ oder „Ängste“ zu spühren. Ja, es hat mir Freiheit, Zeit und Raum gegeben. Aber doch hauptsächlich psychisch. Es ist doch letztlich so:

Wenn dein Kopf voll ist, kann dir selbst die aufgeräumteste, minimalistischste Wohnung nicht weiterhelfen.

Denn dann geht es um deinen „Kern“. Dann geht es um die Motivation hinter deinem Handeln. Dann entscheidet sich, wohin du gehen möchtest, was du mit deinem Leben anstellen willst und wie du diese Dinge erreichen möchtest.

Deswegen: Hör auf dein Leben zu minimalisieren und suche danach erst einen Grund. Suche dir erst diesen Grund, dieses Ziel. Diese Motivation entscheidet darüber, wohin dein Weg geht. Sie hilft dir dort anzukommen, wo du hinmöchtest.

Wenn du dazu nichts aufräumen oder wegwerfen musst – umso besser!

Anstatt dir ein minimalistisches Ziel zu setzen – setze dir ein maximalistisches Ziel. Minimal-materialistisch – ja, aber niemals zum Schaden der Lebensqualität und des Erlebens. Definiere dich nicht durch deinen Besitz und vor allem auch nicht durch den Besitz, den du eben nicht brauchst! Definiere dich durch dein Selbst, deine Werte und Ideale.

Definiere dich durch deine Werte, deine Träume und deine Motivationen. Maximiere deine Lebensqualität, deinen Spaß.

Sei lieber ein Maximalist nach meiner Definition – als ein Minimalist im Sinne der vorherrschenden gesellschaftlichen Meinung.

Brauchen vs. Wollen – oder: Wach endlich auf!

Wie oft habe ich es mich sagen hören – wie oft höre ich es Leute in meiner Umgebung sagen:

„Ich brauche …. .“
Meist gefolgt von Wörtern wie „unbedingt“ oder „dringend“ & Attributen wie „neu“, „größer“ oder „besser“.
Du kannst oben gerne deine eigenen Wünsche eintragen.

Du denkst dir jetzt vielleicht:  „Moment! Wünsche? Das sind keine Wünsche, die ich habe – das sind notwendige Dinge, die ich nunmal zum Leben brauche!“

Achja?

Was habe ich nicht schon alles „gebraucht“! Unbedingt! Und sofort! Groß sollte es sein! Und am besten neu!

Ich brauchte einen großen Fernseher.
Die neuste Spielekonsole gleich dazu.
Und natürlich einen DVD/BR-Player – besser gleich mit Heimkino-System.
Außerdem natürlich Kleidung – immer wieder neu und dem Trend entsprechend.
Cds, DVDs und was nicht noch.
Und Bücher sowieso.
Verstaut werden die ganzen Dinge dann in der großen Wohnung, die ich natürlich brauche.
Und um die zu erreichen muss ein Auto her.
Am besten teuer, schick und sportlich. Oder doch lieber edel?
Hauptsache neu und pompös.

Du weißt, was ich meine.

Denn das schlimme ist nicht, dass wir bloß immer mehr „brauchen“ – sondern wir vergessen darüber hinaus oftmals, dass zu schätzen, was wir haben. Teilweise erkennen wir nicht einmal, in was für einem Luxus wir leben. Oder lassen uns von unserem Besitz einengen.
Angetrieben von Gesellschaft und Werbung „brauchen“ wir ständig mehr.

Wir verwechseln zu oft „brauchen“ mit „wollen“. Zu oft reden wir uns selbst ein, dass wir Dinge unbedingt brauchen, die (absolut) überflüssig für uns sind! (Du weißt, dass ich damit Recht habe.)
Wir kaufen Dinge, dir wir wollen – aber eigentlich garnicht brauchen. Nur warum?

Sicherlich mag es damit zusammenhängen, dass wir uns ein Image aufbauen wollen. Einen Ruf. Dass wir Andere um uns herum beeindrucken möchten oder was auch immer. Aber davon mal ganz abgesehen, gibt es wahrscheinlich einen weiteren Hauptgrund: Wir fühlen uns gut, wenn wir uns etwas Neues zulegen! Wir „bereichern“ unser Leben. Zumindest auf den ersten Blick.

Es ist diese „Belohnung“, dir wir als Konsumenten fühlen – die uns nicht realistisch zwischen Notwendigkeit und Wunsch unterscheiden lässt. Dabei geht ein Kauf nicht nur aufs‘ Geld, sondern kostet dich bei Weitem mehr! Es kostet dich oftmals dein kostbarstes Gut:

Zeit – und damit Freiheit!

Sei es aktiv (Wie lange sitzt du pro Tag vor deinem Fernseher und lässt dich berieseln?) oder passiv (Wie lange brauchst du um deine letzten 10 gekauften Dinge zu ordnen/aufzuräumen/zu säubern?). Wer weniger besitzt, muss weniger aufräumen und hat mehr Ordnung. Ich spreche aus Erfahrung. Aber selbst wenn du nichts loswerden möchtest, frage dich ganz ehrlich vor deinem nächsten Einkauf, warum du Dinge kaufen willst. Und denk dabei nicht nur an das Geld, sondern eben an die Zeit und die Freiheit, dir du gleichermaßen mit abgibst.

Wieso Zeit so wichtig ist? Dazu komme ich in einem anderen Artikel.
Für jetzt sei nur so viel gesagt: Du kannst mit deiner Zeit sicherlich mehr anfangen, als sie deinen Dingen, deinem Besitz, zu widmen. Sicherlich hast auch du Leidenschaften und Träume, die keine neue Anschaffung oder Geld erfordern – sondern einfach nur Zeit und Mut.

Ich persönlich habe mich von über 70% meines Besitzes getrennt und lebe mehr denn je – ohne Fernseher, ohne Spielekonsole, nur mit einem minimalen materiellen Luxus. Ich habe für mich erkannt, was mir wertvoll ist, was ich wirklich benötige (brauche) – und was letztlich überflüssiger Besitz war. Es kommt mir vor, als ob ich immer weniger brauche, je mehr ich mich auf mich und das Wesentliche besinne.

Anstatt also weiterhin dein Geld und deine Zeit in Dinge zu investieren – steck sie in dich und deine Entwicklung! Mach dir bewusst, dass wahrer Luxus nicht in Dingen steckt – sondern in dir. Lös dich zu Teilen von deinem Besitz und entdecke die Freiheit, die es mit sich bringt. Vorbei sind die Sorgen, du könntest Dinge verlieren, sie könnten kaputt gehen oder was auch immer. Entferne dich von falschen Notwendigkeiten und genieße deine Zeit stattdessen. Also, wach auf aus deinem Konsumenten-(Alb)Traum und fang an als Mensch das leben zu genießen!

Ich kann es dir nur empfehlen.

 

Wenn du selbst Erfahrungen gemacht hast oder gerade machst, die im Zusammenhang mit diesem Artikel oder dem Thema „Besitz“, „Konsum“ oder ähnlichen stehen – würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen!