Schattenspiele

Ich habe Angst. Wir alle haben Angst. Und doch viel zu oft, fast immer, vor den völlig falschen Dingen.

In der heutigen Zeit gibt es nur sehr wenige Dinge, die eine wirklich bedrohliche Gefahr darstellen – Nacktbaden im Piranha-Becken zum Beispiel. In so einer Situation könnte ich Angst verstehen. Ich selbst hätte da wohl meine Bedenken.

Ängste

Aber wovor haben wir stattdessen oftmals Angst?
Menschen, Meinungen, Kritik. Vor Häme, vor zu wenig Aufmerksamkeit – aber letztlich auch vor Erfolg, zu viel Rampenlicht und zu viel Beachtung.

Wir haben Angst vor unserem persönlichen Erfolg: der totalen Hingabe unserer Talente und der Zurschaustellung unseres besten Ichs.

Denn damit kommt der Druck & die Erwartungen. Nicht durch uns – oder nicht ausschließlich. Sondern durch all die, die uns wichtig sind. All die, die wir stolz machen wollen, deren Ansehen wir rechtfertigen wollen, dessen Erwartungen an uns wir nicht enttäuschen möchten.

In einer Zeit, in der Erfolg & Glück nicht mehr eine Frage des Wissens ist, sondern eine Frage des Tuns, des Handelns, verändern sich unsere Ängste.

Die Welt wird von Tag zu Tag sicherer, wir leben länger, haben mehr Zeit & wollen immer mehr. Noch nie war Erfolg so wahrscheinlich, so greifbar. Aber noch nie schienen wir so viel Angst davor zu haben.

Nelson Mandela zitierte einmal Maryanna Williamson:

Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us. We ask ourselves, Who am I to be brilliant, gorgeous, talented, fabulous? Actually, who are you not to be?

– frei übersetzt: Wir haben mehr Angst vor unseren Talenten und unserem Potential als vor allem anderen.

Es ist nicht falsch, zufrieden zu sein.
Aber viel zu oft SIND wir nicht zufrieden, sondern wir GEBEN uns zufrieden.

Wir ignorieren die Stimme in unserem Hinterkopf, die nach mehr strebt. Die Stimme, die uns dazu zwingen mag, uns bis aufs äußerste zu zeigen und auszuleben. Doch wir? Wir haben Angst, schrecken zurück.

Dein bestes Ich

Äußerlicher Erfolg ist nicht das Ziel. Das Ziel heißt Glück.
Lassen wir die Versteckspiele & treten hinaus in die Welt, hinein ins Licht.
Leben wir uns aus. Zeigen wir, wer wir wirklich sind.

Du denkst, du brauchst dafür eine Erlaubnis? Du kannst sie dir nicht geben?
Dann gebe ich sie dir. Mach das Beste aus deinem Leben, aus jedem Moment.
Versuche es immer wieder.
Genieße jede Sekunde, so gut es geht.

Ein Leben, eine Chance – alles was wir haben.
Ich will sie gern nutzen.

Wie steht es mit dir?