Minimalistischer Lebensraum

Für mich geht es bei meinem Lebensstil, wie so oft schon gesagt, hauptsächlich um einen aufgeräumten Kopf. Um das bewusste, in vielen Teilen geordnete Leben – das auf meine Wünsche, Ziele und Träume ausgerichtet ist.

Aber natürlich spielt sich das Leben nicht nur im Inneren ab.
Oftmals verarbeitet das Innere das Äußere und spiegelt dieses dann wieder.
Wieso dann nicht auch umgekehrt – und wie sieht ein solcher Lebensraum dann aus?

Als ich vor mittlerweile knapp einem halben Jahr angefangen habe, mein Leben neu auszurichten und mich auf bestimmte Dinge zu fokussieren, bedeutet dies für mich im ersten Schritt: Dinge loswerden, aufräumen und „neu anfangen“. Ich persönlich brauchte diesen ersten, „äußeren Schritt“ dringend und merkte, je aufgeräumter und klarer meine Umgebung wurde – desto eher verstand mein Inneres in welche Richtung es gehen sollte und spiegelte diese neue Einstellung.

Mittlerweile funktioniert dieser Prozess auch anders herum. Seit Anfang des Jahres gab es zwei weitere Momente, in denen ich Dinge losließ und sie einem besseren Nutzen zuführte, in dem ich beispielsweise Bücher verkaufte oder für mich unbrauchbaren Krims-Krams verschenkte. Diese Male war es aber mehr der aufgeräumte Kopf, der von innen heraus diesen Impuls gab.

Ganz egal wie genau der Prozess letztlich aussieht, eines sollte klar sein: Das Innere und das Äußere ähneln sich nach einer Zeit immer mehr. In meinen Augen ist ein aufgeräumter, klar definierter Raum die beste Keimzelle eines aufgeräumten, geordneten Kopfes und Geistes. Und anders herum.

Deshalb: Man kann davon halten, was man möchte. Jeder, der sich gut fühlt mit sich und seiner Umgebung, sollte diese nicht verändern – Minimalismus hin oder her. Aber wer eben davon überzeugt ist, dass sein Kopf noch ein Stück klarer und freier sein könnte – und eben diesen Zustand erreichen möchte, dem kann ich aus eigener Erfahrung nur dazu raten, den gewünschten Zustand auch in seinen Lebensraum zu integrieren.

Dazu sei noch gesagt: Ich war auch vorher schon ein ordentlicher Mensch (auch wenn gerade meine Eltern etwas anderes behaupten sollten). Ich mag Ordnung und klar definierte Räume.

Ich fühle mich am wohlsten und arbeite am effektivsten, wenn ich lediglich meinen Laptop/etwas zu schreiben/etc. auf dem Schreibtisch habe, bzw. nur das wirklich nötigste offen herumliegt/-steht. Wie ist es bei dir?

Auch hier gelten die gleichen Regeln wie schon beim „Neustart“-Experiment vor einiger Zeit: Probier es am besten selbst aus. Räume (d)ein Zimmer oder einfach nur deinen Schreibtisch komplett leer und fülle ihn nur mit dem, was du gerade brauchst. Ich habe es bis heute nicht bereut – und bis heute nichts vermisst.