Ideale – oder: der wichtigste Schlüssel zu deinem Selbst

Ich möchte gerne ein selbstbestimmtes, freies Leben führen. Selbst über meinen Weg bestimmen und eigenständig entscheiden. Das ist mein Ziel.

In meinen Augen sind auf dem Weg dorthin eigene Ideale und Standards von großer Bedeutung. Es sind meine Regeln, meine Richtlinien und Wegweiser. Sie geben dem Weg, den ich wähle, Form und Erscheinung.

Aber von welchen Idealen spreche ich?
Ich spreche von persönlichen Idealen – Standards, die Du für Dich setzt. Und eben nicht die Ideale, die von Gesellschaft, Medien oder anderen, äußeren Quellen an dich herangetragen werden.

Während eben diese Ideale in meinen Augen eher Druck aufbauen und dafür sorgen, dass sich die gesamte Gesellschaft in eine ähnliche Richtung entwickelt, sich immer ähnlicher wird – sorgen persönliche Ideale dafür, dass die Individualität erhalten bleibt und du der Mensch bist, der du sein möchtest.

Was genau sind persönliche Ideale?

Ideale sollten deshalb vom Prinzip her rein subjektiver Natur sein, fordernd und zugleich erfüllend. Sie sollten meine, oder in deinem Fall, deine Welt verbessern und lebenswerter machen. Vor allem sollten persönliche Ideale und Standards in meinen Augen aber besonders eines: Sie sollten dich widerspiegeln – dein bestes Ich.

Letztlich sind es gerade unsere Glaubenssätze und Ideale, die uns zu dem treiben, was wir tun. Sie unterscheiden uns und sorgen dafür, dass wir verschiedene Wege einschlagen und vollziehen.

Bevor wir uns also Gedanken über Ziele oder Wünsche machen, bin ich der Meinung, sollten wir direkt eine Ebene tiefer gehen. Wir sollten uns unser Ideale bewusst werden – um zu erkennen aus welchen tiefsten unserer Lebensstandards bestimmte Ziele und Wünsche entspringen.

Gleichzeitig ist dies auch die Keimzelle neuer Ziele und Wege. Wir haben hier die Chance, unseren Pfad zu ändern, ihn zu steuern. Viel effektiver als durch Ziele allein.

Dadurch sind in meinem Verständnis Ideale etwas existenziell wichtiges. Sie haben eine große Macht, eine große Kraft – und doch kann ich sie bearbeiten und somit mein Leben lenken, in welche Richtung auch immer. Und ich denke das uns dieses Bewusstsein darüber hilft, motiviert, bewusst und gestärkt unser Leben zu leben.

Kern-Ideale

Natürlich können sich deine Ideale im Laufe der Zeit ändern – je nachdem, wie auch du dich ganz persönlich veränderst und entwickelst. Jedoch halte ich persönlich es gleichzeitig für enorm wichtig, an manchen Kern-Idealen und Standards festzuhalten – ohne diese jedoch krankhaft bis zur Perfektion zu verfolgen.

Diese Kern-Ideale sind nicht bloß Wegweiser und Richtlinien des Pfades zum Ziel, sondern Sie sind vielmehr Ausdruck deiner ganz eigenen Persönlichkeit. Sie zeigen dich. Sie zeigen dein tiefstes, innerstes, persönlichstes Ich.

Aus diesem Grund sollten wir uns in meinen Augen bewusst machen, welche Ideale und Standards wir momentan ausleben. Wer sollten diese Ideale in uns finden. Erst wenn wir uns diesen Idealen bewusst sind, können wir sie bewerten und entscheiden, ob sie uns nutzen oder schaden. Wir entscheiden an diesem Punkt, wie wir unseren Weg gehen. Wie wir uns zeigen und wie wir unser Leben führen möchten.

Es geht im besten Falle darum, dir Regeln für dich ganz persönlich aufzustellen. Regeln, die du auf keinen Fall brichst. Goldene Regeln, wenn du so möchtest.

Ideale finden und definieren

Dabei ist aber auch klar: Je mehr Regeln du dir aufstellst, desto schwieriger ist es, all diese jederzeit einzuhalten.

Deshalb machen 2 leicht verschiedene Wege gerade für mich Sinn – um meine ganz eigenen Ideale zu finden, zu definieren und zu stärken:

  1. Langsam beginnen, mit wenigen Idealen – diese aber vollends definieren und ausdrücken.
    Das bedeutet: Sich langsam ein Fundament aus einigen, wenigen aber unumstößlichen Standards/Idealen aufzubauen und diese zu beachten.
  2. Direkt alle gefundenen oder persönlich als wichtig erachtete Ideale von Anfang an in den Entwicklungsprozess mit einbeziehen und versuchen, diese Vielzahl an Standards langsam, stetig und gleichzeitig aufzubauen und zu beachten.

Wie in so vielen anderen halte ich eine fokussierte Auseinandersetzung mit genau einem Ideal für am sinnvollsten.

Dieser Prozess sieht dann in etwa so aus:

  • persönliche Ideale in Ruhe herausfinden und definieren
  • Ideale nach individueller Wichtigkeit sortieren
  • Beginnend mit dem dir wichtigsten Ideal,  fokussiert an dessen unumstößlicher „Erfüllung“ arbeiten
  • Sobald das zu einem sehr hohen Grad erreicht ist, widme ich mich Nummer 2 meiner Ideale und wiederhole den Prozess – was ich auch dir so empfehlen kann

Die Ideale können von Aufrichtigkeit bis Verständnis, von Ehrlichkeit bis Leidenschaft reichen. Es ist ganz egal, was es ist.

Wichtig ist in meinen Augen lediglich, bewusst zu werden. Sich und sein innerstes zu erkennen. Um dann sein bestes, persönlichstes Ich in der richtigen Art und Weise auszudrücken.

Finde deinen Schlüssel

Nun liegt es an dir.
Wie soll dein Weg aussehen?
Was sind deine ganz eigenen Ideale und Standards?
Und an welchen möchtest du vielleicht arbeiten?