Glücklich & zufrieden

Was ist Glück?
Was ist Zufriedenheit?
Wo finden wir es?
Und was stellt man damit an – wenn man es erst gefunden hat?

Ich suche letztlich fundamental nach zwei Dingen in meinem Leben: Zufriedenheit und Glück.
In meinen Augen sind das die Pfeiler, auf denen unser Denken als Mensch beruht. Wir streben nach diesen Werten, dieser Art Ideal – und doch scheint es mir, als ob wir manchmal vergessen, woran wir sie überhaupt erkennen oder wo wir sie finden.

Meine Intention ist es nicht, darüber zu philosophieren, wie wir alle ein ungebrochenes Gefühl der Glückseligkeit erlangen können – viel mehr geht es mir darum, meine Gedanken und Erkenntnisse in dieser Hinsicht zu teilen. Denn ein Gespräch mit einem guten Freund und einst wohl größten Kritiker dieses Blogs, hat mir geholfen, das Thema Glück durch andere Augen zu sehen.

Was bedeutet es für dich, glücklich und zufrieden zu sein? Wie stellst du dir ein solches Leben vor? Welche Dinge müssen erfüllt sein, damit du diese Gefühle in dir spürst?

Vor einiger Zeit war mein Ziel im Leben, Geld zu verdienen. Viel Geld. Mir war egal, wie viele Stunden ich dafür hätte arbeiten müssen. Die Vorstellung eines glücklichen Lebens beinhaltete für mich, neben Familie und Kindern, ein großes Haus, Autos, luxuriöse Ausstattungen, unzählige Urlaube und das tolle Gefühl, sich nicht um Geld sorgen zu müssen.

Sicherlich, besonders Geld ist in den allermeisten Fällen notwendig um selbst geringste Lebensstandards zu ermöglichen und sich essentielle Dinge für das täglich Leben zu leisten – ohne Frage. Aber ich möchte etwas tiefer graben:

Worum geht es denn beim Glück, bei der Zufriedenheit?

Nun, für mich geht es um eins:  ums Sein.
Wir Sind glücklich, wir Sind zufrieden.
Es geht weder ums Haben – noch ums Erarbeiten oder sonstiges.

Ja, wir können Glücksgefühle haben oder zufrieden mit uns sein, wenn wir Dinge erreichen, Erfolge feiern oder Aufgaben bewältigen. Aber worin entspringt das alles? Ich behaupte Folgendes:

Wir sind glücklich und zufrieden, wenn wir im Moment leben, ihn wahrnehmen als was er ist und ihn genießen, sei es mit oder ohne Menschen in unserer Umgebung. Sei es an „besonderen Tagen“ oder in unserem täglichen Alltag.

Wir alle erinnern uns bestimmt an einige glückliche Momente. An Momente, in denen wir zufrieden waren.
Auch du hast bestimmt einige dieser Erinnerungen.

Was genau hat es für dich in diesem Moment gebraucht, das du dich glücklich und zufrieden gefühlt hast?

Waren diese Momente nicht charakterisiert durch Genuss, durch Freundschaft, durch das Leben an sich? Durch das Gefühl, lebendig zu sein – alleine, in der Umgebung anderer, egal wo?

Ich persönlich, erinnere mich an Menschen, an Orte und Erlebnisse.
Ich erinnere mich nicht an Materielles, an Dinge, die sich kaufen lassen – oder die man kaufen müsste.

Ich habe für mich erkannt, das es nicht darum geht, Glück „zu haben“ oder es sich „zu erarbeiten“.
Ich habe angefangen zu akzeptieren, dass es darum geht, glücklich „zu sein“.
Es zuzulassen, den Moment auszukosten und seine Leidenschaft, seine Begeisterung oder auch Ängste auszuleben, zu teilen und ziehen zu lassen.

Und ich hoffe, das dich dieser Artikel dazu bringt, deine Interpretation von Glück zu definieren oder auch nur zu schärfen, vielleicht auch zu hinterfragen.
Über deine Antworten hierzu, Kritik und Feedback (siehe unten) würde ich mich sehr freuen!