Die wichtigste Entscheidung deines Lebens wartet auf dich!

Dieser Artikel steht in Verbindung zur Seite Minimalismus des gleichen Blogs, bildet aber als erster richtiger Artikel den Anfang dieses Blogs. Viel Spaß beim Lesen! Ich würde mich über Meinungen und Kommentare sehr freuen.

„In Einfachheit und Veredelung liegt Reichtum“. Lao Tse, ein chinesischer Philosoph, schrieb diese Worte sinngemäß etwa im sechsten Jahrhundert vor Christus nieder. Das ist eine ganze Weile her. Doch heute sind sie für mich die wohl passendste Beschreibung meines Lebensweges.

In kaum einer anderen Zeit mögen diese Worte je so kontrovers zur allgemeinen gesellschaftlichen Sichtweise gestanden haben.

Tagtäglich sind wir umgeben von gesellschaftlichen Normen, von Werbung, von Einflüssen. Äußerlicher Reichtum scheint das anzustrebende Maximalziel des Lebens zu sein. Auf der Jagd nach Prestige-Beute wird Arbeit bis zur größtmöglichen Erschöpfung in Kauf genommen. Viel schlimmer noch: Träume und Leidenschaften werden zurückgesteckt. Sie werden zum Zukunftgedanken. Das Leben an sich wird zum Zukunftgedanken – getreu dem Motto „Erst die Arbeit – dann das Vergnügen“.

Doch wo ist da der Sinn? Was  genau ist der Sinn des Lebens? Eine schwierige Frage, zu der es gleichermaßen keine und doch abermillionen Antworten geben kann. Letztlich ist die Antwort immer eine subjektive – deshalb mag ich Niemandem zu Nahe treten. Jeder hat natürlich das Recht auf seine eigene Meinung und Antwort auf diese Frage. Doch möchte ich gerne über meine Antwort auf diese Frage sprechen.

Für mich liegt der Sinn im Genuss des Lebens.
Ich möchte später auf mein Leben zurückschauen und nichts bereuen. Ich möchte sagen ich habe gelebt, sagen ich habe mein Leben erlebt. Ich möchte frei sein, selbst bestimmen können über das „Was“ und „Wie“ meines Tuns. Ich möchte meinen Träumen nacheifern und meinen Leidenschaften folgen. Ich möchte diese Welt kennenlernen. Ihre Ländern, Kulturen, vorallem aber ihre Menschen und deren Geschichten.

Jeder von uns kann sich mit mindestens einem dieser Gedanken identifizieren. Sie sind alle offen gehalten, undefiniert, vage. Doch egal wie sehr wir sie definieren, es kommt auf dasselbe hinaus: Wir haben es selbst in der Hand. Wir müssen uns nur richtig entscheiden. Wir haben die Wahl. In verschiedener Art und Weise. Wir entscheiden selbst über unseren Besitz, über das an was wir glauben, über unsere Ziele und vorallem über unser Handeln.

Ich persönlich entscheide mich gegen unnötigen Besitz. Gegen das kurzfristige Glück, dass mir ein neu-erworbener Gegenstand oder ein fulminanter Gehaltsscheck am Ende eines Monats schenkt. Denn ich befürchte dabei zu übersehen, wie viel mich das Ganze wirklich kostet. Nicht nur, dass ich für viel Besitz auch viel Arbeiten müsste – es nimmt mir auch die Zeit für andere Dinge. Dinge, die mir persönlich viel wichtiger erscheinen.

Liebend gern tausche ich diesen Besitz gegen Erlebnisse. Gegen Freundschaften, gegen interessante Geschichten, gegen wertvolle Momente.

Das Leben ist jetzt. Und ich möchte es leben. Wenn ich in hoffentlich ferner Zukunft ein letztes Mal über meinen Lebensweg nachdenke, möchte ich lächelnd an die schönsten, phänomenalsten Momente zurückdenken. Mir sicher sein, dass ich nichts versäumt habe und meine Leben genutzt habe. Ich möchte innerlich reich sein. Reich an Erfahrung, an Freude und an Erinnerungen.

Ich möchte nicht voller Trauer oder Wut sein, bei der Erkenntnis mein Selbst, meine Ziele und Wünsche der Aussichst auf Ansehen oder äußeren Reichtum geopfert zu haben.

Doch das ist lediglich meine Meinung. Meine Gedanken dazu.
Jetzt liegt es an dir. Was möchtest du? Triff besser eine gute Entscheidung!