Bring den Müll raus (& das Geld mit rein)

In den letzten Wochen habe ich bereits darüber gesprochen, wie du für dich herausfinden kannst, welcher Besitz dir wirklich wichtig ist & wieso du dich in diesem Bereich einmal hinterfragen solltest. Nun wird es Zeit – besonders wenn du das Experiment durchgeführt hast – zu klären, was mit den restlichen, unwichtigen Dingen passieren kann.

Aus diesem Grund möchte ich dir in den folgenden Zeilen verschiedenste Möglichkeiten aufzeigen. Alle lassen sich zunächst drei verschiedenen Gruppen unterordnen:

  • Verkaufen
  • Verschenken
  • Spenden

Um zu entscheiden, welche Dinge du welcher Gruppe zuordnen kannst, frage dich etwa Folgendes:

  • Ist es „Müll“ oder noch brauchbar für jemand Anderen? (Wie ist der Zustand?)
  • Wer könnte damit etwas anfangen/es brauchen?
  • Inwieweit lässt sich damit vielleicht sogar noch Geld verdienen?

Natürlich kannst du dich nur für eine der drei Varianten entscheiden. Besonders das Spenden & Verschenken hat mich persönlich glücklich gemacht. Zudem war es für mich einfacher, Dinge mit dem Wissen abzugeben, dass ich sie so jemandem zur Verfügung stelle, der sie wirklich brauchen kann.

Aber diese Entscheidung liegt natürlich bei dir & bei vielen Dingen bietet sich ein Verkauf natürlich auch an (besonders bei größeren, neuwertigeren Dingen).

Verkaufen

  • Ebay
    Online-Auktionshaus, das wohl den Allermeisten bekannt ist. Pro Verkauf behält Ebay eine Provision ein. Besonders geeignet für Dinge mit unkompliziertem Versand und Kleinigkeiten.
  • Ebay Kleinanzeigen
    Kostenloses Kleinanzeigen-Portal, regional ausgelegt. Besonders geeignet für Dinge, deren Versand teuer/kompliziert werden würde. Nachfrage allerdings womöglich problematisch in kleineren Orten.
  • Amazon Marketplace
    Möglichkeit gebrauchte Artikel direkt auf Amazon anzubieten. Pro Verkauf erhält Amazon eine Provision. Besonders geeignet bei Dingen mit unkompliziertem Versand – bei denen man aber von vorne herein einen bestimmten Preis festlegen möchte.
  • Craigslist
    Vergleichbar mit Ebay Kleinanzeigen. Weltweiter Marktführer im Bereich Privatanzeigen, der langsam auch in Deutschland bekannter wird. Zu empfehlen jedoch nur für Großstädte. Das einstellen eines Angebots ist hier ebenfalls kostenlos.
  • Lokale Privatanzeigen
    Jede (über)regionale Zeitung bietet im Normalfall eine „Suche/Finde“-Abteilung an, in der von Privat an Privat verkauft werden kann. Inserate kosten jeweils unterschiedliche Preise. In meinen Augen eine teure Alternative, die sich nur in kleinen Orten lohnen könnte.
  • Rebuy
    Ankauf von Büchern, Cds, Dvds, Konsolen, PC-/Konsolenspielen und Ähnlichem. Besonders zu empfehlen bei einer Großzahl an Artikeln, die man ungern einzeln verkaufen möchte. Die gezahlten Preise variieren stark, dafür werden nahezu alle Artikel angenommen. Ablauf: Einfach Artikel in einen Karton packen, ab einem bestimmten Wert kostenlos verschicken & Geld direkt auf’s Konto ausgezahlt bekommen.
  • Online-Aktion
    Cult of Less„-Begründer Kelly Sutton hat zum Beispiel durch eine Online-Aktion und seine Webseite ganz einfach seine Dinge angeboten & verkauft. Aufwendiger als der Rest – dafür aber wohl auch spannender und interessanter.
  • Trödel/Flohmarkt
    Die klassischste der Varianten. Einfach Sachen zusammenpacken, ab zum Flohmarkt & verkaufen. Kostet Standgebühr und Zeit & ist nicht immer einfach. Kann aber einigen Spaß bringen.
  • „Second Hand“ Läden
    Viele „Second Hand“ Läden kaufen gerne verschiedenste Sachen an. Oftmals auch schon recht abgenutzte Dinge. Die gezahlten Preise variieren je nach Anzahl, Angebot, Zustand, Nachfrage, etc.

Verschenken

  • Freunde
    Welche deiner Freunde könnte etwas von deinen Dinge gebrauchen? Ich habe zum Beispiel ausgelesene Bücher an die Leute verschenkt, denen sie in meinen Augen am meisten helfen können. Das Plus dabei: Man bekommt hin und wieder selbst Bücher zurück & stärkt die Beziehungen.
  • „Take away“-Party
    Veranstalte eine Feier, auf dem sich jeder einfach das nehmen darf, was er möchte. Wenn du möchtest, kannst du natürlich die Anzahl der Dinge, die jeder mitnehmen darf, beschränken. Außerdem könntest du um eine Spende bitten – entweder für deinen Geldbeutel oder einen guten Zweck. Auf jeden Fall bringt die Feier aber eine Menge Spaß & Freude.
  • Die Kiste
    Besonders in der Großstadt zu empfehlen: Einfach Dinge in eine Kiste vor das Haus stellen & ein „Zu verschenken“-Schild befestigen. Dann entweder persönlich Dinge an Unbekannte verschenken oder einfach die Szene verlassen. Oftmals dauert es – gerade an gutbesuchten Orten – nicht lange, bis die „Geschenke“ verteilt sind.
    (Zusatztipp: Einfach mit einer Kiste auf einen gutbesuchten Platz stellen und dort Dinge verschenken – auch ein Lächeln ist eine großartige Bezahlung!)

Spenden

  • Kleiderspende
    Das Rote Kreuz (wie viele andere Vereinigungen) bietet die bekannten „Altkleider-Container“ an. Einfach unbrauchbare Kleidung und Schuhe einpacken & hineinwerfen. Jemand (in Not) wird sich mit Sicherheit darüber freuen und dankbar sein.
  • Bibliotheken
    Vielerorts haben Bibliotheken Probleme, neue Bücher zu erhalten und freuen sich sehr über Spenden. Zudem hat man so die Möglichkeit, vielleicht später noch einmal in „sein“ Buch hineinzuschauen.
  • Soziale Buchläden
    In manchen Orten (wie etwa in Berlin) gibt es soziale Buchläden, die sich ebenfalls sehr über Bücherspenden freuen und diese für einen geringen Betrag an sozial benachteiligte Mitmenschen verkaufen. (Notiz: Unter Anderem zu sehen im RTL2-Beitrag „Entrümpel dein Leben“)
  • Soziale Einrichtungen
    In vielen (besonders etwas größeren) Städten gibt es Einrichtungen für Obdachlose und sozial Benachteiligte. Auch hier ist die Freude über Spenden nahezu grenzenlos.

Ich denke diese Möglichkeiten reichen für die meisten Dinge aus. Natürlich gibt es unzählige weitere Möglichkeiten, die du auch gerne in den Kommentaren ergänzen kannst.

Ich hoffe du findest für dich einen Weg, dich von deinen unnützen Dingen zu trennen und Platz zu schaffen! Es ist keineswegs verwerflich einen Großteil der Dinge zu verkaufen, jedoch kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, wie gut ich mich gefühlt habe, als ich manche Dinge gespendet/verschenkt habe. Manchmal ist ein „Danke“ oder ein Lächeln mehr wert als einige Euros.

Auch dieses Mal würde ich mich über Meinungen, Kommentare und vor allem Erfolgsgeschichten freuen. Dazu hinterlasse mir doch bitte einfach einen kurzen Kommentar oder schicke mir eine Email.

So & was hindert dich jetzt noch daran, dich von deinen unnützen Dingen zu trennen und das selbstbestimmte Leben zu leben, das du dir wünscht?